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Kaffee der Kanaren: Teneriffas Kaffeekultur und der Barraquito
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Inhalt 7 Abschnitte
Kaffee der Kanaren: Welche Rolle Teneriffa spielt
Kaffee gehört für viele Reisende zu einem Urlaub auf Teneriffa einfach dazu, ob morgens zum Frühstück oder nachmittags auf einer Terrasse. Mit eigenem Anbau hat das allerdings nichts zu tun: Auf Teneriffa ist heute kein nennenswerter Kaffeeanbau belegt. Wird Ihnen also Kaffee als Ernte von der Insel angeboten, lohnt sich ein genauer Blick auf die Herkunftsangabe.
Für Kaffeefreunde ist Teneriffa trotzdem interessant. Die Insel spielt in der Kaffeegeschichte der Kanaren eine Rolle als Zwischenstation, und mit dem Barraquito hat sie eine eigene Kaffeespezialität hervorgebracht. Auf dieser Seite erfahren Sie, wo auf den Kanaren tatsächlich Kaffee wächst und welche Verbindung Teneriffa dazu hat. Außerdem lesen Sie, was es mit dem historischen Garten bei Puerto de la Cruz auf sich hat und wie ein Barraquito aufgebaut ist.
Ein Garten für Pflanzen aus aller Welt: La Orotava 1788
Per königlicher Order vom 17. August 1788 ließ Karl III. den Akklimatisierungsgarten von La Orotava gründen. Er entstand zwischen La Orotava und Puerto de la Cruz und hatte eine klare Aufgabe: Pflanzen aus Amerika, Asien und Australien sollten hier auf ihrem Weg nach Europa an das Klima gewöhnt werden. Der Gedanke dahinter ist leicht nachvollziehbar, denn eine Zwischenstation sollte den Pflanzen den Übergang in eine neue Umgebung erleichtern.
Heute heißt die Anlage meist Botanischer Garten von Puerto de la Cruz. Für die Kaffeegeschichte ist sie allerdings kein sicherer Ausgangspunkt: Ob dort auch Kaffee akklimatisiert wurde, ist nicht belegt. Darstellungen, die den Beginn des kanarischen Kaffeeanbaus an diesem Garten festmachen, gehen deshalb über das hinaus, was sich nachweisen lässt. Spannend ist der Garten dennoch. Er zeigt, wie gezielt man sich auf Teneriffa schon im 18. Jahrhundert mit Pflanzen aus fernen Regionen beschäftigte.
Wo auf den Kanaren Kaffee wächst: das Tal von Agaete
Der Kaffeeanbau der Kanaren konzentriert sich auf Gran Canaria, vor allem auf das Tal von Agaete. Dort wird seit dem späten 19. Jahrhundert Kaffee angebaut. An dieser Stelle schließt sich der Kreis zu Teneriffa, denn auf Gran Canaria kam der Kaffee über Teneriffa.
Große Plantagen dürfen Sie sich darunter nicht vorstellen. Angebaut wird in kleinen Mengen, oft am Rand von Feldern, auf denen andere subtropische Kulturen wachsen. Kaffee ist im Tal von Agaete also eine Kultur unter mehreren und kein Produkt, das die Landschaft beherrscht. Das Tal gilt als einer der wenigen Orte in Europa mit Kaffeeanbau. Wer Kaffee vor allem mit tropischen Anbauländern verbindet, dürfte davon überrascht sein.
Möchten Sie Kaffeepflanzen auf den Kanaren mit eigenen Augen sehen, ist Gran Canaria daher das passende Ziel und nicht Teneriffa.
Der Barraquito: Teneriffas eigene Kaffeespezialität
Was Teneriffa an Anbau fehlt, gleicht die Insel mit einer Spezialität aus, die eng mit ihr verbunden ist: dem Barraquito. Er stammt vermutlich aus Puerto de la Cruz und entstand Mitte des 20. Jahrhunderts. Wer ihn erfunden hat und unter welchen Umständen, darüber gehen die Legenden auseinander.
Typisch für den Barraquito ist sein geschichteter Aufbau. Er wird aus diesen Zutaten zusammengesetzt:
- gezuckerte Kondensmilch
- Licor 43
- Espresso
- Milchschaum
Zum Schluss wird der Barraquito mit Zimt und Zitronenschale garniert. Die Zitronenschale bringt eine frische Note, der Zimt eine warme Würze. Zusammen mit der süßen Kondensmilch entsteht ein Getränk, das eher an eine Nachspeise erinnert als an einen schnellen Kaffee zwischendurch.
Genau so wird er auch oft getrunken: als Dessert, etwa zum Abschluss eines Essens. Beachten Sie dabei, dass der Barraquito Alkohol enthält. Wenn Sie anschließend noch Auto fahren oder grundsätzlich auf Alkohol verzichten möchten, ist er nicht die richtige Wahl. Durch den Espresso enthält er außerdem Koffein, und Koffein wirkt anregend.
Vielleicht begegnet Ihnen auch der Name Zaperoco. Der Zaperoco unterscheidet sich vom Barraquito nur durch den Ort auf der Insel. Je nachdem, wo auf Teneriffa Sie bestellen, hören Sie also den einen oder den anderen Namen.
Kaffeekultur auf Teneriffa erleben: praktische Hinweise
Wenn Sie Ihren Aufenthalt auf Teneriffa mit ein wenig Kaffeekultur verbinden möchten, helfen Ihnen diese Hinweise:
- Barraquito bestellen: Planen Sie ihn als Abschluss eines Essens ein, denn er wird oft als Dessert getrunken. Wegen des Likörs enthält er Alkohol.
- Auf den Namen achten: Je nach Ort auf der Insel heißt das Getränk statt Barraquito auch Zaperoco.
- Botanischer Garten: Ein Besuch des Botanischen Gartens von Puerto de la Cruz zeigt Ihnen ein Stück Pflanzengeschichte der Insel. Eine Antwort auf die Frage, wie der Kaffee auf die Kanaren kam, finden Sie dort allerdings nicht, denn das ist nicht belegt.
- Kaffeepflanzen sehen: Wer Kaffee im Anbau erleben möchte, findet ihn auf den Kanaren vor allem im Tal von Agaete auf Gran Canaria.
- Souvenirs prüfen: Achten Sie beim Kaffeekauf auf die Herkunftsangabe auf der Verpackung. Nicht jeder Kaffee, der auf den Kanaren verkauft wird, ist dort auch gewachsen.
So wird aus der Frage nach dem Kaffee von Teneriffa eine kleine Entdeckungsreise. Sie führt vom historischen Garten bei Puerto de la Cruz über den Barraquito bis ins Tal von Agaete auf Gran Canaria.
Nützliche Links
FAQ zu Kaffee auf Teneriffa und den Kanaren
Wird auf Teneriffa Kaffee angebaut?
Heute ist auf Teneriffa kein nennenswerter Kaffeeanbau belegt. Der Kaffeeanbau der Kanaren konzentriert sich auf Gran Canaria, vor allem auf das Tal von Agaete.
Wo wächst auf den Kanaren Kaffee?
Vor allem im Tal von Agaete auf Gran Canaria. Dort wird seit dem späten 19. Jahrhundert Kaffee angebaut, in kleinen Mengen und oft am Rand von Feldern mit anderen subtropischen Kulturen. Das Tal gilt als einer der wenigen Orte in Europa mit Kaffeeanbau. Auf Gran Canaria kam der Kaffee über Teneriffa.
Was ist ein Barraquito?
Der Barraquito ist eine Kaffeespezialität aus Teneriffa, vermutlich aus Puerto de la Cruz, entstanden Mitte des 20. Jahrhunderts. Er wird aus gezuckerter Kondensmilch, Licor 43, Espresso und Milchschaum geschichtet und mit Zimt und Zitronenschale garniert. Er enthält Alkohol und wird oft als Dessert getrunken. Der Zaperoco unterscheidet sich nur durch den Ort auf der Insel.
Hat der Botanische Garten von Puerto de la Cruz etwas mit Kaffee zu tun?
Der Garten wurde per königlicher Order vom 17. August 1788 unter Karl III. als Akklimatisierungsgarten von La Orotava gegründet. Er sollte Pflanzen aus Amerika, Asien und Australien auf dem Weg nach Europa an das Klima gewöhnen. Ob dort auch Kaffee akklimatisiert wurde, ist nicht belegt.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt. Mehr dazu