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Kaffee auf Madeira: die kleine Fazenda Sá bei Funchal
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Inhalt 7 Abschnitte
Kaffee auf Madeira: Anbau im Kleinen
Kaffee von Madeira klingt für viele zunächst nach einer Überraschung. Das Thema ist allerdings kleiner, als manche Darstellungen vermuten lassen. Auf Madeira wird Kaffee angebaut, aber im Kleinen. Ein etabliertes Anbaugebiet mit vielen Plantagen ist die Insel nicht. Belegt ist der Anbau auf einem Familiengut: der Fazenda Sá in São Martinho bei Funchal.
Wer großflächigen Kaffeeanbau kennt, sollte auf Madeira deshalb etwas anderes erwarten. Statt ausgedehnter Kaffeelandschaften finden Sie ein überschaubares Projekt einer Familie. Diese Familie handelt seit Jahrzehnten mit Kaffee und baut ihn inzwischen auch selbst an. Auf dieser Seite erfahren Sie, was über diesen Anbau bekannt ist, wer dahintersteht, wo Sie den Kaffee bekommen und wie ein Besuch möglich ist. Ebenso wichtig ist, was nicht bekannt ist. Darauf weisen wir an den passenden Stellen hin.
Die Fazenda Sá in São Martinho
Die Fazenda Sá liegt in São Martinho bei Funchal. Die Familie Sá baut dort auf ihrem rund 20.000 Quadratmeter großen Gut Kaffee an, also auf etwa zwei Hektar. Junge Kaffeepflanzen bedecken etwa die Hälfte dieser Fläche.
Aufschlussreich ist die Vorgeschichte des Grundstücks. Der Boden lag zuvor brach, nur einige Obstbäume standen darauf. Für den Kaffeeanbau wurde er erst aufbereitet. Es handelt sich also nicht um alte Kaffeefelder, die über Generationen bewirtschaftet wurden. Die Fläche wurde vielmehr gezielt für dieses Vorhaben hergerichtet.
Wie viel Kaffee auf der Fazenda Sá geerntet wird, ist nicht veröffentlicht. Verlässliche Angaben zu Erntemengen gibt es daher nicht, und wir nennen auch keine Schätzungen. Dazu passt, dass die Pflanzen als jung beschrieben werden: Kaffeepflanzen brauchen Zeit, bis sie regelmäßig Kirschen tragen.
Der Besitzer hält die Bedingungen auf Madeira für sehr gut. Er bedauert, dass es auf der Insel nicht mehr Erzeuger gibt. Das ist seine persönliche Einschätzung. Sie unterstreicht aber, dass der Kaffeeanbau auf Madeira bislang eine Nische ist.
Eine Familie mit Kaffeegeschichte seit 1956
Der Weg der Familie Sá zum eigenen Anbau führte über den Handel. Seit 1956 ist die Familie im Kaffeegeschäft: Im März 1956 eröffnete der Vater in Funchal die „Pérola dos Cafés“. Die Familie betrieb außerdem kleine Supermärkte und importierte Kaffee, bevor sie selbst anbaute.
Die belegbare Kaffeegeschichte ist hier also vor allem eine Geschichte des Handels. Eine jahrhundertealte Anbautradition auf der Insel lässt sich mit den vorliegenden Quellen nicht belegen. Darstellungen, die den Anbau auf Madeira bis ins 19. Jahrhundert zurückführen, sollten Sie daher mit Vorsicht lesen.
Für Sie als Gast ist diese Herkunft durchaus interessant. Eine Familie, die Kaffee lange importiert und verkauft hat, kennt das Getränk aus der Sicht von Handel und Kundschaft. Mit dem eigenen Anbau geht sie den Schritt vom Verkaufen zum Erzeugen.
Wo Sie Kaffee von Madeira bekommen
Die gesamte Ernte der Fazenda Sá wird auf Madeira verkauft. Sie finden den Kaffee unter anderem in den Geschäften der Familie. Außerdem schenkt das Restaurant Il Gallo d'Oro den „Café Madeira“ aus. Wer diesen Kaffee probieren möchte, tut das also vor Ort.
Daraus ergibt sich ein praktischer Hinweis. Steht außerhalb der Insel „Madeira“ im Namen eines Kaffees, sagt das allein nichts über die Herkunft der Bohnen. Prüfen Sie im Zweifel die Herkunftsangabe auf der Verpackung.
Für Kaffeeinteressierte gibt es auf Madeira außerdem Greenhouse Coffee in den Monte-Palace-Gärten. Laut einem Bericht von The Coffee Vine wird dort Spezialitätenkaffee geröstet. Ebenfalls laut einem Bericht ist darunter auch auf Madeira gewachsener Kaffee. Eine weitere Bestätigung dafür liegt uns nicht vor. Fragen Sie deshalb am besten vor Ort nach, woher die Bohnen stammen.
Besuch und Kaffeetour
Spontan auf das Gut zu fahren, ist keine gute Idee. Besuche auf der Fazenda Sá werden kontrolliert geplant. Ein Hotel bietet dafür eine Kaffeetour mit Verkostung und Führung über die Plantage an. Erkundigen Sie sich am besten schon bei der Reiseplanung nach Terminen und Bedingungen.
Bei der Verkostung helfen Ihnen ein paar Grundlagen:
- Riechen Sie zuerst am Kaffee, denn viel vom Geschmack nehmen wir über die Nase wahr.
- Achten Sie auf die Säure, die frisch und lebendig oder kaum spürbar sein kann.
- Achten Sie auf den Körper, also darauf, wie voll sich der Kaffee im Mund anfühlt.
- Achten Sie auf den Nachgeschmack und darauf, wie lange er anhält.
Erwarten Sie von einem solchen Besuch keinen Blick auf ein großes Anbaugebiet. Sie sehen ein Gut, auf dem ein Teil der Fläche mit jungen Pflanzen bepflanzt ist. Gerade darin liegt der Reiz: Sie erleben, wie ein Anbauprojekt im Kleinen aussieht.
Kurz zusammengefasst: Auf Madeira wird Kaffee angebaut, aber im Kleinen. Die Fazenda Sá bei Funchal ist ein Familienprojekt auf rund 20.000 Quadratmetern. Die Erntemengen sind nicht veröffentlicht, und die Ernte wird auf der Insel verkauft. Wer den Kaffee probieren oder das Gut besuchen möchte, plant das am besten rechtzeitig.
Nützliche Links
FAQ zu Kaffee auf Madeira
Wird auf Madeira Kaffee angebaut?
Ja, aber nur im Kleinen. Belegt ist der Anbau auf der Fazenda Sá in São Martinho bei Funchal. Dort baut die Familie Sá auf ihrem rund 20.000 m² großen Gut Kaffee an. Junge Pflanzen bedecken etwa die Hälfte der Fläche. Erntemengen sind nicht veröffentlicht. Ein etabliertes Anbaugebiet mit vielen Plantagen ist Madeira nicht.
Wer steht hinter der Fazenda Sá?
Dahinter steht die Familie Sá, die seit 1956 im Kaffeegeschäft ist. Im März 1956 eröffnete der Vater in Funchal die „Pérola dos Cafés“. Die Familie betrieb kleine Supermärkte und importierte Kaffee, bevor sie selbst anbaute.
Wo kann ich Kaffee von Madeira kaufen oder trinken?
Die gesamte Ernte wird auf Madeira verkauft. Sie finden den Kaffee unter anderem in den Geschäften der Familie und im Restaurant Il Gallo d'Oro, das den „Café Madeira“ ausschenkt.
Kann man die Kaffeeplantage auf Madeira besuchen?
Ja, aber nicht spontan, denn Besuche werden kontrolliert geplant. Ein Hotel bietet eine Kaffeetour mit Verkostung und Führung über die Plantage an. Erkundigen Sie sich rechtzeitig nach Terminen.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt. Mehr dazu